Hey, mein Name ist Lucia und ich hab es mir zur Aufgabe gemacht, den Apfelanbau vielfältiger zu machen!

Ich habe 2022 angefangen Sämlinge alter Apfelsorten zu säen und großzuziehen. Ich sammle aktuell die Kerne meiner 5. Generation Bäume.

Wenn dich interessiert, warum ich das mache und warum Apfelsämlinge großziehen (noch) etwas Ungewöhnliches ist, dann schau dich gerne auf den nächsten Seiten um.

Wieso? Weshalb? Warum?

Ich habe Gartenbau (B.Sc.) und danach Gartenbauwissenschaften (M.Sc.) in Geisenheim studiert.

Im Anschluss habe ich zunächst die wissenschaftliche Bahn weiterverfolgt und habe im Rahmen einer Promotion am Kolumnarwachstum des Apfels geforscht. Meine Arbeit mit dem Apfel fand im Labor (in-vitro Kultur, Molekularbiologie) und am PC statt.

Für eins meiner Experimente war es erforderlich, dass ich Proben auf dem Apfelacker geholt habe. Hier habe ich dann gemerkt, dass ich raus will. Ich habe meine Promotion abgebrochen und meine ersten Bäume bei einer Baumschule für alte Obstsorten in Nordhessen gekauft und gepflanzt. 

Sämlingsvermehrung

Bislang spielt die Vermehrung des Apfels über Sämlinge eine eher untergeordnete Rolle und findet in der Vermehrung von sogenannten Veredelungsunterlagen für Edelreiser und in der Züchtung statt. 

Die Bäume im Anbau und im Verkauf für Hausgärten etc. sind veredelt, d.h. die Wurzel und die Krone des Baumes haben eine sich unterscheidende Genetik.

Selektion

Mein Ziel ist es robuste Bäume auf eigener Wurzel anzubauen und auch an andere, die auch Interesse an Wurzelechten Apfelbäumen haben, abzugeben. 

Die Selektion erfolgt hauptsächlich darüber, dass ich meine Bäume nicht 'verhätschle'. Ich greife bei Krankheit nicht bis kaum ein, sondern schaue einfach, ob der Baum es schafft oder nicht.

Mein Plan ist es die Bäume so lange in der Schule zu halten, bis ich sehe, was für ein Apfel am Baum hängt. 

Maximale Vielfalt

Meiner Meinung nach sollte kein Apfelbaum, wie der andere sein und somit auch keine Frucht genau, wie eine andere.
Ich möchte weg vom Klonen und von zu starker Kontrolle des Wachstums durch die Verwendung von schwachwachsenden Unterlagen.
 

Meine bisherigen Etappen

Angefangen habe ich auf meinem Balkon in Frankfurt. Die Kerne hatte ich Ende '21 gesammelt und zur Stratifikation ('Winter spielen') in feuchten Sand in meinen Kühlschrank gestellt.

Ende '22 bin ich mit den Bäumen in eine Gärtnerei in Offenbach gezogen. Der Standort war leider aus privaten Gründen nicht optimal und war zu teuer. Ich verkaufe noch nichts, ich investiere meine Zeit und meine Ersparnisse.

Also bin ich im Mai '24 mit den Einjährigen und Zweijährigen in einen Schrebergarten in Geisenheim gezogen. Zusätzlich habe ich einen 'Kindergarten' für die 3. Generation Bäume im Innenhof unseres Hauses eingerichtet. 

Anfang '25 kam dann der Entschluss, dass die ersten beiden Generationen in den Boden sollen. Also habe ich auf einem Grundstück Baumschulreihen angelegt. Zusätzlich habe ich diverse alte Sorten gepflanzt, die später die Samen für weitere Bäume liefern sollen.

 

Das Team..

Ich komme so langsam an die Grenzen von dem, was ich alleine umsetzen kann. Es gibt noch kein richtiges Team. 

Ich bin für jeden Handgriff dankbar, der mir bislang von Familie und Freunden abgenommen wurde.

Wenn du mein Projekt cool findest und helfen möchtest, schreib mir gerne. 

Wie kannst du helfen?

Aktuell am Wichtigsten: Unkraut hacken (Fläche Nähe Koblenz)

Ich nehme auch Kerne von Sorten an, die älter sind, als 1890. Es reicht mir, wenn der Mutterbaum bekannt und eine alte Sorte ist. Moderne Sorten sind genetisch verarmt, aber deswegen noch lange nicht per se 'schlecht', daher erlaube ich dem Zufall zu walten und vertraue meiner Art und Weise der Selektion von starken Bäumen.

 

 

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